Warum weniger manchmal mehr sein kann

Die Winterpause neigt sich dem Ende zu und so langsam steigt bei vielen die Nervosität ob der bisher fehlenden Neuzugänge. Und tatsächlich war in den letzten Tagen und Wochen mehr von Abgängen die Rede (auch in der zweiten Mannschaft), als das von Verstärkungen berichtet wurde. Mit Julian Green ist bisher nur ein neuer Spieler zu Mannschaft gestoßen und insbesondere für die Abwehr wartet wir ja noch auf die notwendige Ergänzung. Auch wenn sicherlich ein Ungleichgewicht zwischen Zu- und Abgängen besteht, so ist zumindest für mich aber durchaus Sinn im Handeln von Jan Schindelmeiser und Team erkennbar.

Hannes Wolf betont in fast jedem Interview, dass es zu den unangenehmen aber notwendigen Aufgaben eines Trainers gehört, mit der Mannschaftsaufstellung auch immer wieder Spieler zu enttäuschen. Nun ist die Zahl der potentiell enttäuschten Spieler reduziert, was natürlich auch gleichzeitig die Chancen der Verbliebenen erhöht. Dass sollte wiederum motivieren. Dazu ist es auch so, dass man sich im Training nun noch mehr individuell um die Spieler kümmern kann. Auch das sollte der Mannschaft insgesamt dann ja zugute kommen.
Außerdem erhöht man damit auch den Druck auf die Mannschaft, denn jeder einzelne muss nun noch mehr Verantwortung übernehmen. Zugegebener maßen könnte das bei der labilen Verfassung des Teams in Drucksituationen auch nach hinten losgehen. Aber es ist schon ein eindeutiges Zeichen, das dort gesendet wird.

Zuletzt trennt man sich in solchen Situationen auch von potentiellen Unruheherden in der Mannschaft. Auch wenn ich hier ganz ausdrücklich keinem der Spieler, die uns nun verlassen haben, etwas unterstellen möchte! Aber dauerhafte Nichtberücksichtigung kann eben schon zu Verstimmungen führen.

Achso: Und dann kosten die Spieler dann ja auch. Hier kann man also sparen! Und das tut der Schwabenseele ja mehr als gut … Jan Schindelmeiser hat in diesem Zusammenhang ja klar formuliert, dass man auch keinen unnötigen Euro ausgeben will. Recht hat er damit!