Dritte Halbzeit: FC St. Pauli

In der „Dritten Halbzeit“ möchte ich auf das jeweils zurückliegende Spiel unseres VfB schauen. Heute das Spiel gegen den FC St. Pauli, Endstand 0:1.

Das Geläuf
Der Rasen im Millerntor-Stadion hat – und das muss man einfach mal so konstatieren – heute absolut internationalen Boltplatz-Standards genügt. Nicht nur der ausgetretene, schlammige Bereich vor den Toren, sondern auch die überall lose herumliegenden Rasenstücke und Löcher im Bewuchs haben absolut Eindruck hinterlassen. Hier spielt man wirklich in einer Liga mit zum Beispiel dem Platz im Görlitzer Park in Berlin. Man kann nur hoffen, dass wir hier in den nächsten Jahrzehnten nicht mehr auflaufen müssen …

Die Überraschung
Mit der Aufstellung der ersten Elf hat Hannes Wolf sicherlich für eine Überraschung gesorgt. So stand mit Julian Green der bisher einzige Neuzugang direkt im Kader, andere waren dafür nicht dabei uns haben so mal im Handumdrehen für die wahrscheinlich beste Ersatzbank der Liga gesorgt. Denn dort hatten neben Ersatzkeeper Uphoff die Herren Grgic, Maxim, Mané, Klein, Pavard und Ginczek Platz genommen. Ist aber ja auch toll, wenn man solche Spieler noch einwechseln kann …

Die Überraschung (Fortsetzung)
Nach der Vorbereitung und den über die letzten Wochen gewonnen Eindrücken war der VfB deutlich weniger dominant als angenommen (oder erhofft). Zumal gegen den Tabellenletzten hatte man sich im Vorfeld doch mehr erhofft (v.a. auch Tore, die wir im Kampf mit Braunschweig, Hannover und den weiteren Verfolrgern dringend brauchen!). Allerdings gehen die Meinungen auch bei diesem Spiel wieder auseinander, ob Hannes Wolf hier auf die richtige Startformation gesetzt hat. So war Julian Green bei seinem Debut doch recht blass (wie auch Asano auf der Außenbahn), mehr Schwung hat in der zweiten Halbzeit dann die Einwechslung von Carlos Mané gebracht. Durch die Verletzung von Zimmermann war der Trainer sowieso schon früh dazu gezwungen, zu wechseln. Letzten Endes hat Hannes Wolf mit den Einwechselspielern dann aber vieles richtig gemacht, denn Ginczek war an der Entstehung des Tors beteiligt und Mané hat dann gekonnt vollstreckt.

Die Überraschung (der schwierige dritte Teil …)
Die Mannschaft kann kämpfen! Trotz schwieriger Platzverhältnisse und einem Gegener, der nicht unbedingt so aufgespielt hat, wie es der Tabellenplatz vermuten lässt, hat das Team doch dagegengehalten. Auch wenn es ganz sicherlich kein schönes Spiel war, so war man doch bemüht auch unter diesen Umständen so etwas wie ein strukturiertes Spiel aufzuziehen. Noch viel wichtiger ist aber die Tatsache, dass man auch mal körperlich dagegen gehalten hat und sich hier hat nicht den Schneid abkaufen lassen.

Das Siegerfoto
Das Siegerfote nach dem Spiel gegen St.Pauli

Die Tabelle
(Quelle: kicker.de)
Tabelle vom 29.1.2017

Fazit
Der VfB konnte zum Rückrundenauftakt nun drei wichtige Punkte mit nach Hause nehmen und so eine ersten Schritt in Richtung Aufstieg machen. Insbesondere nach den letzten beiden Spielen der Hinrunde war es auch psychologisch wichtig, hier nicht gleich wieder unter Druck zu geraten. Das Spiel war sicherlich nicht schön und hat den VfB-Fans wieder nervöse 90 Minuten beschert. Aber die Mannschaft hat gekämpft und damit eine Qualität gezeigt, die sie in der Vergangenheit häufiger hat vermissen lassen. Darauf muss man aufbauen und im nächsten Spiel vor heimischem Publikum zum Kampf auch wieder das spielerische Moment bringen. Sehr schade ist nur die Verletzung von Matthias Zimmermann, der uns einige Wochen fehlen wird.

Prost!