#shindyonfire

Am heutigen Deadlline Day – also dem letzten Tag der Transferperiode – hat der VfB nochmal zugeschlagen und drei neue Spieler geholt: Ebenezer Ofori (den Vornamen hört man auch nicht allzu oft …), Josip Brekalo und Jérôme Onguéné. Mit dem bereits zuvor verpflichteten Julian Green haben wir damit nun vier Neuzugänge bekommen.

In der Vorbereitung und in der Durchführung dieser Transfers konnte man nun einige Dinge beim VfB beobachten, die man in dieser Form schon über längere Zeit nicht mehr so erleben durfte.

Jan Schindelmeiser und Team haben es tatsächlich geschafft, im Vorfeld absolutes Stillschweigen über die Kandidaten zu bewahren. Wo in der Vergangenheit über Tage und Woche von Anbahnungen und Gesprächen berichtet wurde, wurden dieses Mal die Personalien erst ganz kurz vor offizieller Verkündung bekannt. Ob es daran liegt (wie auf Twitter scherzhaft kolportiert), dass Hansi Müller keine Amt mehr inne hat, weiß man nicht. Aber insgesamt spricht die Abwicklung auf jeden Fall für die amtierende sportliche Leitung.

Dazu kommt, dass auch bei den neuen Spielern ein durchgängiges Konzept erkennbar ist: Jung, mit Potential und Perspektive. Sicher, es ist auch immer ein wenig Glück dabei, dass sich junge Talente entsprechend entwickeln und nicht irgendwann stehen bleiben. Aber die Marschrichtung der sportlichen Leitung ist klar formuliert und man handelt entsprechend. Auch das ist ein signifikanter Unterschied zu den vergangenen Jahren! Alle Spieler eröffnen auf verschiedenen Positionen neue Optionen und setzten teilweise auch die dortigen Stammspieler unter Druck, die bisher keine oder nur wenig Konkurenz hatten (Viele Grüße an Emiliano Insua). Auch taktisch und für das Mannschaftsgefüge sind dies daher wirlich gute Verpflichtungen.

Möglich wird dies auch durch eine professionalisierte Spielerbeobachtung (so ist zumindest mein Eindruck), denn wenn man sich die nun verpflichteten Spieler anschaut, dann sind dies ganz sicher NICHT die „üblichen Verdächtigen“. Und nur so ist es dann zum Beispiel auch möglich, noch sehr kurzfristig auf die Verletzung von Tobias Werner zu reagieren.

Damit trifft der titelgebende Hashtag diese ganze Sache eigentlich gar nicht so richtig. Denn man war eben nicht „on fire“, sondern hat alles ganz ruhig, seriös und im höchsten Maße professionell durchgeführt. Das verdient absoluten Respekt! Hoffen wir, dass die neuen Spieler sich ebenso positiv entwickeln wie die Verpflichtungen aus dem Sommer. Denn erst in ein paar Monaten wird man dann ein abschließendes Urteil abgeben können.

Auf jeden Fall hat sich sogar der Präsident so gefreut, dass er dann den dritten Transfer schon vorab bestätigt hat.
Wolfgang Dietrich geht auf Facebook noch vor der Presse mit der Bestätigung aller drei Transfers an die Öffentlichkeit