Dritte Halbzeit: Fortuna Düsseldorf

In der „Dritten Halbzeit“ möchte ich auf das jeweils zurückliegende Spiel unseres VfB schauen. Heute das Spiel gegen den Fortuna Düsseldorf, Endstand 2:0.

Fangen wir gleich mit dem Negativen an: Gestern hatte der VfB auf jeden Fall genug Torchancen, um das Torverhältnis nach den Spielen in Dresden und Würzburg wieder geradezurücken. Alleine Takuma Asano hätte schon drei Tore machen können … Zugegebener Maßen ist das nach dem gestrigen Spiel aber Jammern auf hohem Niveau, denn:

Der VfB ist wieder TABELLENFÜHRER!

Tabelle 2. Bundesliga, Quelle: kicker.de

Tatsächlich war am gestrigen Spiel wirklich viel Positives erkennbar, was über den bloßen Tabellenstand am Ende hinausgeht.

Von Beginn an war sehr auffällig, dass der VfB dieses Spiel mit hohem Tempo angehen wollte (und dies nebenbei gesagt auch über weite Strecken geschafft hat). So wurde die Fortuna bereits in der Nähe des eigenen 16-Meter-Raums in der Spieleröffnung immer wieder gestört, weil die Abwehrspieler von z.B. Simon Terodde sehr früh angelaufen wurden. Somit hat man den Gegner schon nach kurzer Zeit sehr gut in den Griff bekommen.

Nochmal einen Zahn zugelegt hat man dann in der Vorwärtsbewegung. Besonders herausgestochen ist hier Takuma Asano, der ein ums andere Mal mit dem Ball am Fuß allen Gegenspielern davongelaufen ist. Wie schon erwähnt war leider keiner dieser Läufe vom Torerfolg gekrönt, aber er hat dadurch Spieler^ an sich gebunden und somit Lücken geschaffen. Sehr gut hat dieses Mal auch wieder die Taktik funktioniert, Simon Terodde als Anspielstation zu nutzen und von dort aus dann die Flügelläufe zu starten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Tatsache, dass man auch in diesem Spiel wieder zu Null gespielt hat. Sicherlich war auch hier noch die ein oder andere Situation, die man besser hätte lösen können, aber wenn der Gegener die erste (und einzige) richtige Torchance wenige Minuten vor Schluss hat, dann spricht das ja durchaus auch für die Abwehrleistung. Allerdings waren die letzten 20 Minuten dann doch auch wieder von einer gewissen Unsicherheit geprägt, die gegen stärkere Mannschaften auch schnell mal ins Auge gehen kann.

Nach so einem Spiel muss man sich als leidgeprüfter Fan ja immer die Frage stellen, ob Düsseldorf so schlecht oder der VfB so gut war. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit in der Mitte, ich für mich würde aber leicht dazu tendieren, dass die Mannschaft von Hannes Wolf in ihrer Spielweise doch wieder einen Schritt dahin gekommen ist, wo sie der Trainer (und das Publikum) sehen wollen. Insgesamt ein starker Auftritt, der aber trotzdem noch Luft nach oben lässt.

Prost!