Dritte Halbzeit: 1. FC Heidenheim

In der „Dritten Halbzeit“ möchte ich auf das jeweils zurückliegende Spiel unseres VfB schauen. Heute das Spiel gegen den 1. FC Heidenheim, Endstand 1:2.

Wenn man sich das Hinspiel gegen Heidenheim in Stuttgart vor Augen hält, dann war klar, dass auch dieses Spiel kein Spaziergang werden würde. Immerhin stand der FCH vor dem Spiel auf Rang fünf der Tabelle und war somit durchaus noch in Reichweite der oberen Plätze. Nun – nach dem Sieg – muss man sagen, dass das Spiel am Ende doch wieder vieles für den geneigten VfB-Fan geboten hat. Auch wenn man auf das ein oder andere hätten verzichten können …

Eine Überraschung gab es schon vor dem Spiel, denn der Trainer Hannes Wolf hatte sich dazu entschlossen, Alexandru Maxim nicht mehr für den Kader zu nominieren. War der Rumäne bis dato zwar nur zu wenig Einsatzzeit gekommen, so war er doch immerhin immer mit auf der Bank gewesen. Mit nach Heidenheim reiste dagegen Florian Klein, der aber vor dem Spiel dann noch aus dem 19er-Kader gestrichen wurde.

Der VfB kam dann eigentlich ganz gut in das Spiel rein, hatte mehr Ballbesitz und erzielte dann durch den Kapitän Christian Gentner nach einem Eckball auch das erste Tor.  Gentner braucht in dem Fall zwei Versuche den Ball im Tor unterzubringen und machte es damit wesentlich besser als in der Schlußphase dann die Heidenheimer (dazu aber gleich mehr). Zum Ende der ersten Halbzeit begann Heidenheim dann mehr Druck zu machen und Marc Schnatterer erzielte kurz vor dem Pausenpfiff mit einem Sonntagsschuß den Ausgleich zum 1:1. Aus der Halbzeit kamen Heidenheim dann deutlich besser, der VfB brauchte eine ganze Weile, um sich wieder in das Spiel zu kämpfen. In der Folge entwickelte sich dann eine Partie, in der jeder der beiden Mannschaften hätte ein Tor schießen können. Getan hat das dann schlußendlich Josip Brekalo, der aus der Drehung heraus den Ball in das rechte obere Ecke des Tores schoß. Ganz klar ein Anwärter auf das „Tor des Monats“!

Erschreckend war allerdings, in welcher Manier sich der VfB nach der Führung dann hat von Heidenheim überrollen lassen. In einer Phase von mehreren Eckbällen war die gesamte Mannschaft so am Schwimmen, dass der Ausgleich nur bedingungslosen Kampf und das Werfen in die Bälle verhindert werden konnte. Diesen Kampf wird man von Seiten des VfB sicherlich hervorheben, aber es muss schon gestattet sein zu fragen, wie dieses Auftreten wieder zustande kommen konnte. Nach dem letzten Spiel wurde ja gesagt, dass man in der Zweiten Liga Fehler machen dürfe, die man dann noch ausbügeln kann. Zu sehr sollte man das aber nicht strapazieren! So muss man an dieser Stelle ehrlich sagen, dass ein Unentschieden sicherlich auch gerechtfertigt gewesen wäre …

Festzuhalten bleibt, dass der VfB jetzt in der Rückrunde ungeschlagen ist und erst zwei Gegentore hinnehmen musste. Dass man weiterhin Tabellenführer ist und zumindest nach dem Spieltag am Freitag auch den Vorsprung auf den Verfolger Braunschweig ausbauen konnte. Es ist vieles Gut. Vieles muss aber auch weiter verbessert werden. Und dies wird umso wichtiger, wenn man ganz vorsichtig mal wieder in Richtung der Ersten Bundesliga blickt …

Kabinenfoto nach Heidenheim

Interessieren würde mich ja zum Schluß noch, was Jan Schindelmeiser nach der ersten Freude über das Traumtor von Josip Brekalo gedacht hat (und was man sich wohl in Wolfsburg denkt …)

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Prost!