Dritte Halbzeit: Karlsruher SC

In der „Dritten Halbzeit“ möchte ich auf das jeweils zurückliegende Spiel unseres VfB schauen. Heute das Spiel gegen den Karlsruher SC, Endstand 2:0.

Eines sollte man mit diesem Derby nicht tun; nämlich es zu hoch hängen … Aber genießen darf man diesen erfolgreichen Fußball-Tag dann doch!!

Wie auch schon gegen Dresden wurde das Spiel mit einer tollen Choreo in der Cannstatter Kurve eingeläutet und hat so das ganze Publikum schon von Anfang an richtig eingestimmt:

Eines muss man klar konstatieren: Der KSC war heute kein Gegner, der den VfB in egal welchem Aspekt herausfordern konnte. Zumindest offensiv war bis auf ein paar Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit wenig bis gar nichts zu sehen. Und defensiv stand man mit einem 5-4-1 extrem dicht, konnte aber die beiden Tore (und noch ein paar Torchancen mehr) am Ende nicht verhindern. Sicher, das hat schon auch was mit einer guten Disziplin des VfB zu tun. Aber der KSC hat es eben auch relativ einfach gemacht.

Die Überraschung des Spieltages war sicherlich, dass Alexandru Maxim nicht nur im Kader stand, sondern von Hannes Wolf auch für die erste 11 nominiert wurde. Und tatsächlich war er ein belebendes Element, hat das ein oder andere Kabinettstück gezeigt und war schließlich auch an beiden Toren mit beteiligt. Von daher kann man sagen, dass er seine Chance doch ganz gut genutzt hat. Allerdings hat er auch gezeigt, was Hannes Wolf noch in der PK vor dem Spiel an ihm kritisiert hat: Das Arbeiten nach Hinten in die Abwehr ist nicht so sein Ding, hier muss noch deutlich mehr kommen! Aufgefangen wurden diese Schwächen vom auch heute wieder stark aufspielenden Emiliano Insua, der sowohl in der Defensive also auch in der Offensive (wenn er auch das ein oder andere Mal hängen blieb) viel gearbeitet hat. Und nur damit hat Maxim auch die Freiräume bekommen, die er für sein Spiel benötigt.

Eine ebenfalls starke Leistung hat heute für mich Benjamin Pavard geboten. Nicht nur in der Abwehr war er sehr souverän, auch in manchem Angriff hat er seine Klasse aufblitzen lassen. Sein Solo, dass dann erst mit einem Foul gestoppt werden konnte ist genau das, was der VfB gegen solch massiven Abwehrverbände viel häufiger braucht. Wer dagegen aus meiner Sicht nicht ganz so stark war, war für mich Takuma Asano. Ja, er hat zwei Tore geschossen und das ist sicherlich die erste Aufgabe eines Offensivspielers – von daher alles richtig gemacht. Allerdings macht er mir noch zu viele technische Fehler und verliert so häufiger den Ball.

Am Ende ein verdienter Sieg für unseren VfB, der hoffentlich wieder mehr Selbstvertrauen in die Mannschaft bringt. Diesen Schwung sollten die Jungs in die anstehenden Spiele mitnehmen!

Gesprächsthema waren natürlich auch die vermummten Krawallmacher im Block des KSC, die vor während und auch nach dem Spiel durch Randale aufgefallen sind. Es spricht Bände, wenn man sogar in Kauf nimmt, die eigenen Spieler zu treffen und damit ernsthaft zu verletzen. Von dem drohenden Spielabbruch ist gar nicht zu sprechen. Das trübt etwas das Bild eines (familienfreundlichen) Fußballnachmittages. Aber Hauptsache ist doch, dass der VfB am Ende wieder Derbysieger ist (und der KSC dem Abstieg sehr nahe)!

Prost!