Ausgliederung in Serie: Kann man dem VfB das Geld überhaupt anvertrauen?

Wie angekündigt, sollen diese Artikel zur Ausgliederung kurz & knapp verschiedene Aspekte zur Ausgliederung beleuchten, die mir relevant erscheinen. Ausführlich bespreche ich das Thema dann im jeweiligen Audio-Kommentar (siehe Soundcloud-Widget unten).

Teil 1 („Investorensuche“) und Teil 2 („Wie rechnet der VfB?“) sind schon online.

Als Mitglied und Fan des VfB ist man ja in vielerlei Hinsicht in den letzten Jahren ziemlich gebeutelt. Neben der sportlichen Talfahrt ist auch immer wieder davon die Rede (und das ist dann auch für das Thema „Ausgliederung“ interessant), dass der Verein trotz hoher Geldmittel aus den Verkäufen verschiedener Spieler nie in der Lage war, mit diesem „Reichtum“ auch sinnvoll umzugehen. Vielmehr ist das viele Geld „irgendwie“ verpufft und hat den VfB am Ende in der zweiten Liga zurückgelassen. In den 10 Jahren seit der letzten Meisterschaft wurde viele bekannte Namen für richtig viel Geld verkauft, aber nachgekommen ist immer weniger.

Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass dieser Umgang mit den Millionen auch im Rahmen der Ausgliederung wieder zum Thema wird. Es stellt sich die Frage, ob man den Verantwortlichen das Geld anvertrauen kann oder ob auch hier wieder Schindluder damit getrieben wird, man im Verein nichts (nachhaltig!) davon sieht und man dann aber ausgegliedert hat und diesen Joker als neue Mittelbeschaffung nicht mehr ziehen kann.

Auch auf Twitter hatte ich zu diesem Themenkomplex auch einen kurzen Austausch:

Dem kann ich auf der einen Seite voll zustimmen. Auf der anderen Seite habe ich auch mein Problem mit dieser Ansicht. Zum einen wird es die Option einer späteren Abstimmung über die Ausgliederung nicht geben. Man muss sich also jetzt entscheiden, ob man das dem Verein zutraut oder nicht. Zum anderen ist es aber auch so, dass ja ggf. doch die Mittel fehlen könnten und man so dann auch die genannten Ziele nicht erreichen kann. Haben dann die Personen „schlecht“ gehandelt? Werden diese dann noch bleiben oder da sein? Fangen neue Personen dann von vorne an? Ich weiß, ein theoretisches Konstrukt, dass man aber doch bedenken sollte.

Zusammengefasst: Es bleibt immer ein Risiko. Vielleicht müsste man in ein paar Jahren im Rückblick sagen, dass das Geld aus der Ausgliederung wieder wirkungslos verpufft ist und der Verein bzw. dann die AG die heute gesteckten Ziele nicht erreicht hat. Dieses Risiko kann glaube ich keiner wegdiskutieren. Auf der anderen Seite kann man den aktuell handelnden Personen meiner Meinung nach aber mehr zutrauen, als dies bei Vorgängern der Fall war. Wenn man eine Ausgliederung machen möchte, dann wäre dies also für mich persönlich der beste (absehbare) Zeitpunkt.

Nochmal ausführlicher habe ich das im Audio-Kommentar dargelegt, hört also rein!