Dritte Halbzeit: FC Erzgebirge Aue

In der „Dritten Halbzeit“ möchte ich auf das jeweils zurückliegende Spiel unseres VfB schauen. Heute das Spiel gegen den FC Erzgebirge Aue, Endstand 3:0.

Und dann war es doch nicht so schwer, wie ich es im Vorfeld erwartet hatte.

Die erste Überraschung war für mich ja die Aufstellung von Florian Klein anstelle von Takuma Asano. Klar, Klein hatte in Nürnberg das wichtige Siegtor geschossen. Aber rutscht man dafür dann gleich in die Startelf? Man kann davon ausgehen, dass das Tor in Nürnberg und der Einsatz von Beginn nicht (oder fast nicht) im Zusammenhang stehen. Aber auch heute hat Florian Klein meiner Meinung nach ein wirklich solide Leistung abgeliefert.

Erzgebirge Aue kam mit einer beeindruckenden Serie nach Stuttgart und in den letzten Tagen wurde insbesondere auf den Trainer Domenico Tedesco das ein oder andere Loblied gesungen. Und auch Hannes Wolf hat im Vorfeld auf die Stärken hingewiesen, wollte den Gegner aber auch nicht unbedingt stark reden.

Nachdem in der Cannstatter Kurve innerhalb weniger Wochen mal wieder eine geile Choreo geboten wurde, war alles für ein schönes Fussballspiel angerichtet (via Vertikalpass).

Der VfB hat uns dann auch mit etwas verwöhnt, das schon fast wieder in Vergessenheit geraten war: Mann ist in Führung gegangen und musste nicht einem Rückstand hinterherlaufen. Grundsätzlich hat die Mannschaft in der ersten Halbzeit ganz gut begonnen und sich der Taktik der Auer mit gutem Passspiel entgegengestellt. So konnte Aue keinen wirklichen Zugriff auf das Spiel entwickeln und der berechtigte Elfmeter war dann eine logische Folge. Terodde verwandelt erneut souverän, tat damit (wie dann auch mit seinem zweiten Tor später) etwas für seine Quote und musste dann aber  mit ansehen, wie der VfB nach und nach weniger im Spiel war und Aue zunehmend das Heft des Handelns in die Hand nahm. So ging auch die zweite Halbzeit los, zum Glück war es aber nie so richtig gefährlich vor dem Tor von Mitch Langerak. Und wenn gerade mal gar nichts geht, dann flankt halt einfach Insua und Terodde macht das Ding. Ganz einfach. Und dann – auch in den letzten Spielen zum Standard geworden – trug auch Alexandru Maxim wieder sein Tor zum Ergebnis bei.

Spätestens nach dem 3:0 konnte man dann auch beim Cheftrainer kurz eine gewisse Zufriedenheit erkennen:

Am Ende stehen drei wichtige Punkte und mit dem 3:0 konnte man auch etwas für das Torverhältnis tun. Also alles gut soweit. Das Spiel gegen Hannover nächste Woche hat natürlich vorentscheidenden Charakter, aber dem VfB traue ich in dieser Form tatsächlich auch auswärts einen Sieg zu.

Fun-Fact des Tages:

Hinweis des Tages: Unbedingt noch in die letzte Folge des Podcast von „Rund um den Brustring“ reinhören (entweder über den bevorzugten Podcatcher oder gleich unten). Ich durfte zu Gast sein und wir haben uns über die letzten Spiele (bis einschließlich Nürnberg) und das Restprogramm der Saison unterhalten.

Prost!