Jedem Anfang …

… wohnt ein Zauber inne. So das bekannte Sprichwort. Aber gilt das auch für den (Neu-) Anfang des VfB in der 1. Bundesliga?

Das nackte Ergebnis spricht hier zunächst eine deutliche Sprache. Man hat 2:0 verloren und musste daher die ersten Punkte in Berlin liegen lassen. Zurück also im gewohnte Bundesliga-Alltag, den wir alle in der vergangenen Saison so überhaupt nicht vermisst haben? Ich sage: Nein! Denn das Spiel geht in der Einschätzung weit über das schnöde Ergebnis hinaus.

Es ist allgemein ja kein Geheimnis, dass die Mannschaft in der aktuellen Konstellation ein relativ bunt zusammengewürfelter Haufen ist. Viele Verletzungen, die uns leider zum Ende der Vorbereitung ereilt haben und die getätigten (und noch anstehenden) Neuverpflichtungen führen dazu, dass Hannes Wolf in der Aufstellung improvisieren muss. Das kann ziemlich schief gehen (siehe das Spiel gegen Cottbus), kann aber auch im Rahmen des Möglichen einigermaßen funktionieren. Und das war gestern über weite Strecken aus meiner Sicht auch der Fall. War man vor dem Spiel schon nervös ob der Baustelle „Abwehr“, so muss man nach den 90 Minuten konstatieren, dass die Mannschaft hier eigentlich relativ stabil war. Beide Tore sind aus mehr oder weniger individuellen Fehlern entstanden, die sich leider nicht immer verhindern lassen. Oder anders gesagt: Berlin hat gezeigt, wie man mit den wenigen Chancen umgehen muss, die man bekommt. Denn das ist etwas, was man dem VfB am gestrigen Tag vielleicht vorwerfen kann. Torchancen gab es durchaus, allerdings konnte davon keine genutzt werden.

Insgesamt gesehen muss man auch sagen, dass der Vergleich der beiden Mannschaften am gestrigen Tag auch gezeigt hat, dass die Hertha in ihren Abläufen deutlich besser eingespielt ist. Zu viel war hier beim VfB Stückwerk, teilweise konnte man schon den Eindruck haben, dass doch einiges auf Zufall beruhte. Aber auch hier gilt: Die Mannschaft ist mehr oder weniger ein Rumpfkader, der so noch nie zusammengespielt hat. Spieler, die bisher an der gemeinsamen Abstimmung gearbeitet haben, sind verletzt und die neuen Spieler müssen einfach noch ankommen.

Vor dem Hintergrund all dieser Tatsachen muss man sagen, dass das Spiel am Samstag dann doch gar nicht so schlecht war. Letztendlich wäre sogar mehr drin (und auch verdient) gewesen, aber es hat halt noch nicht sein sollen. Auf jeden Fall aber eine Leistung, auf die man aufbauen kann. Das Gesicht der Mannschaft wird sich über die nächsten Wochen und Monate noch deutlich verändern und Hannes Wolf kann weiter mit seinem Personal arbeiten. Ich bin weiterhin zuversichtlich!

Und da muss auch noch mehr gehen, denn … 😉