Heimsieg!

Aufgrund einer katastrophalen Urlaubsplanung konnte ich leider das erste Heimspiel des VfB nicht im Stadion, sondern nur aus der Ferne verfolgen. Ein Umstand, der sich zukünftig hoffentlich nicht wiederholen wird …

Gerne wiederholen kann sich aber die Leistung und vor allem das Ergebnis im ersten Heimspiel der Saison. Wobei: Die gute Leistung der Stuttgarter ist sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass Mainz nur sehr wenig zustande gebracht hat. Und dennoch soll das den gestrigen Tag nicht schmälern, denn für mich hat er genau das gebracht, was ich mir (neben 3 Punkten) für unsere Mannschaft erhofft hatte: einen weiteren Schritt in die richtige Richtung! Sogar der Vertikalpass hatte nichts zu bruddeln.

Nicht ganz überraschend hatte Hannes Wolf mit Badstuber und Aogo die zwei erfahrenen Neuzugänge in die Startelf beordert. Zumindest in diesem Spiel hat diese Maßnahme auch gegriffen, denn in der Abwehr stand man stabil und vorne entstand das Siegtor aus dem Zusammenspiel der beiden Neuen. Überraschend war da eher die gewählte taktische Aufstellung, da man mit einem 5-2-2-1 begann (so sieht es zumindest Michi Heinle im Taktikstüble). Insgesamt zeigte sich die Mannschaft in fast allen Teilen verbessert, denn aus der stabilen Abwehr wurde zunehmend im Laufe des Spiels bessere Chancen entwickelt und über die Offensivspieler nach vorne getragen. Allerdings war meist dann rund um den Strafraum der Mainzer Schluss, weil es hier noch an Präzision und Durchschlagskraft mangelte. Es war also bei weitem noch nicht alles Gold was glänzte, aber es war zum ersten Mal das Potential der Mannschaft erkennbar. Einer Mannschaft, die sich noch einspielen muss und bei der noch wichtige Spieler fehlen.

via vfb-bilder.de

Nach dem Spiel wurden vor allem Holger Badstuber (als Torschütze und mit einer 100%-Zweikampfquote), Dennis Aogo (der u.a. endlich mal wieder Ecken anständig vor das Tor bringt) und Ron-Robert Zieler (hat ein paar ganz wichtige Szenen gehabt) hervorgehoben. Sicherlich nicht zu unrecht, die heimlichen Sieger für mich waren aber Benjamin Pavard und Chadrac Akolo, die ihre Rolle sehr gut interpretiert haben (auch wenn insbesondere Letzterer noch mehr Übersicht braucht). Und das Simone Terodde noch nicht getroffen hat sollte nach dem zweiten Spiel eigentlich auch noch gar kein Thema sein. Der wird schon noch ins Rollen kommen, genau in dem Maße, in dem es auch der Mannschaft gelingt, ihn besser in Szene zu setzen.

Für mich eine der schönsten Szenen des Spiels war, als Alexandru Maxim bei seiner Auswechslung noch an der Cannstatter Kurve vorbeiging um sich auch hier noch im Rahmen des Möglichen zu verabschieden und dies auch entsprechend „honoriert“ wurde (die vereinzelten Pfiffe gegen ihn ignorieren wir an dieser Stelle mal großzügig). Auch die Trainer haben abgeklatscht. So muss das sein!

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