Nachspielzeit 10 – Der Präsident

Am 9. Oktober 2016 wurde Wolfgang Dietrich auf der Mitgliederversammlung mit 57,2% der abgegebenen Stimmen zum neuen Präsidenten des VfB Stuttgart gewählt. Vorausgegangen war dem eine vehement geführte Debatte, da Wolfgang Dietrich (sicherlich auch aufgrund seiner Tätigkeit für S21) von einem Teil der Anhänger als „Spalter“ tituliert wurde und auch die Tatsache, dass es keinen zweiten Kandidaten für das Amt gab, wahr Anlass zur Diskussion. Knapp zwei Jahre später hat sich beim VfB sehr viel verändert. Für mich Anlass genug, auf die bisherige Amtszeit des Präsidenten zu schauen.

Wer nicht Lesen sondern Hören will, der wird mit dem Podcast hier fündig (für alle anderen geht es unten weiter). Alle Folgen der Nachspielzeit bekommt Ihr auch über den Podcatcher Eurer Wahl. Wie immer freue ich mich über Feedback direkt hier im Blog oder über Twitter. Auch eine Rezension und Bewertung des Podcast (z.B. bei Apple Podcast) helfen sehr!

Ganz neu gibt es die Nachspielzeit nun auch auf YouTube:


In der Bewertung des Präsidenten des VfB möchte ich mich aber nicht nur auf meine Einschätzung verlassen und habe deswegen auf Twitter und Facebook gefragt:

Hat Präsident Wolfgang Dietrich dem VfB gut getan?

Die Antwortmöglichkeiten waren „Ja“ oder „Nein“, zusätzlich hatte ich darum gebeten die Antwort zu begründen. Mir ist klar, dass die Fragestellung wenig nuanciert und das „gut“ nicht definiert ist. Die Frage hat aber dazu beigetragen, dass eine eindeutige Positionierung für alle Teilnehmer möglich war. Insgesamt haben über beide Plattformen hinweg 462 Menschen teilgenommen (Danke!!). Dies ist sicherlich nicht unbedingt repräsentativ, gibt aber ein erstes Stimmungsbild ab. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass die Frage von einem sehr großen Teil der Teilnehmer mit „Ja“ beantwortet wurde, man also überwiegend der Meinung ist, dass Dietrich dem VfB gut getan hat (und tut). Dabei gibt es aber dennoch Unterschiede zwischen Twitter (erste Grafik) und Facebook (zweite Grafik), die zumindest mich allerdings nicht überraschen.

Und das war in den Kommentaren zu lesen (Auszug):

* Ich sage „Ja“, da sich dadurch sehr viel im Verein bewegt hat. Man nehme alleine die Ausgliederung: dadurch wurden wir handlungsfähiger und viele Spieler, die verpflichtet wurden, hätten wir ohne gar nicht holen können. Was mir besonders gefällt ist das man wirklich sieht das nur der Teamgedanke zählt und das hatte es vor seiner Zeit nicht gegeben oder nur ganz kurz.

* Im Großen und Ganzen „Ja“. Nach dem ganzen Chaos in der Personalpolitik nach dem Abgang von Herrn Staudt hat er es geschafft, Ruhe in den Verein zu bringen, den Verein angemessen zu repräsentieren und auch durch schwierige Zeiten (2. Liga…) geordnet zu bringen. Dafür gebührt ihm Anerkennung.

* Hat damals mit dem Schindelmeiser-Rauswurf und der Reschke-Verpflichtung mehr richtig gemacht, als ich am Anfang glaubte. Ich denke er ist einer der besten Personalien, die der VfB bekommen konnte. Mit ihm werden wir unsere Ziele erreichen.

* Hab nicht gevoted, weil „jein“. Einerseits scheinen wir eine klare Linie zu haben und eine gewisse Kontinuität, andererseits hat es mir da zu viele Nebengeräusche im Form von Selfies mit Steinhöfel und dem vermeintlichen Wunsch sowas wie die zweiten Bayern zu werden.

* Rein auf den Fußball betrachtet, ja tatsächlich. Ich bin sehr pessimistisch gewesen, doch muss sagen das der aktuelle Kader mehr verspricht, als ich für möglich hielt. Der Rest ist mir immer noch ein Dorn im Auge. Die MV, die Ausgliederung etc. Sind mir alle noch zu suspekt!

Nun könnte man es sich einfach machen und sagen, dass die Zustimmung vor allem der positiven Entwicklung im sportlichen Bereich zu verdanken ist (nicht vergessen, die Umfrage wurde vor den ersten Pflichtspielen gemacht). Aber ist dem wirklich so? Schauen wir uns ein paar Aspekte an.

Spalter oder Versöhner?

Wer sich in der Vergangenheit im Umfeld der Mercedes-Benz-Arena umschaute, wird den ein oder anderen Aufkleber gesehen haben, auf dem das durchgestrichene Porträt von Wolfgang Dietrich abgebildet war und er als „Spalter“ bezeichnet wurde (mittlerweile sind die meisten dieser Aufkleber verschwunden). Insbesondere aus der „aktiven Fanszene“ hatte sich damals vor der Wahl Widerstand formiert, hier war Dietrich komplett (oder zumindest sehr überwiegend) auf Ablehnung gestoßen. Seine Tätigkeit als Sprecher des Projektes „S21“, in der er viele sehr unpopuläre Entscheidungen zu vertreten hatte, hallte da noch nach und ließ ihm sicherlich nicht gerade die Herzen zufliegen. Dazu kam seine Beteiligung an der Firma Quattrex (die Geld an finanziell schwache Vereine verleiht und dann von steigenden Einnahmen und den fälligen Zinsen profitieren will), welche ebenfalls aufgrund eines sehr schwer durchschaubaren Geschäftsgeflechtes für „Irritationen“ sorgte. Hier war sogar vorab die (später erteilte) Zustimmung der DFL zur Kandidatur notwendig. Insgesamt also schon eine Kandidatur, die Fragezeichen hinterließ. Vom Verein wurden die Erfahrung und Verbindungen in Wirtschaft und Sport als Vorteil dargestellt. Außerdem wollte man nach Bernd Wahler auch wieder eine Person an der Spitze, die mit der notwendigen Durchsetzungskraft ausgestattet wichtige Projekte im Verein (vlg. Ausgliederung) angehen sollte. Dies wiederum barg auch einiges Konfliktpotential in sich. Das Wahlergebnis (und auch die zuvor auf der MV geführte Debatte) haben dann die Zerrissenheit der Mitgliedschaft mit den nur 57,2% widergespiegelt. Im Anschluss an seine Wahl hatte Wolfgang Dietrich gesagt, dass er der „Präsident aller“ sein wolle. Geschafft hat er das bis heute meiner Einschätzung nach aber nicht.

Aus Gesprächen weiß ich, dass sich der VfB in den vergangenen zwei Jahren doch sehr von der organisierten Fanszene entfernt hat. Der Fanausschuss ist zunehmend eine Alibi-Veranstaltung, Mitgliederversammlungen werden von den entsprechenden Gruppen (leider!) nur noch vereinzelt besucht. Gleichzeitig wird zum Beispiel Michael Reschke aber auch nicht müde zu betonen, wie sehr die allgemein sehr gute Stimmung im Stadion ihm auch bei Vertragsverhandlungen mit neuen Spielern hilft. Irgendwie passt das nicht zusammen und hier ist es die Aufgabe des Präsidenten, wieder für eine Annäherung zu sorgen.

Natürlich gibt es auch die andere Seite, die sehr zufrieden mit der Arbeit von Wolfgang Dietrich ist (die Umfrageergebnisse zeigen es) und ihn eher als „Versöhner“ denn als „Spalter“ wahrnehmen. Die aufgeführten Argumente sind durchaus valide und müssen von jedem selbst eingeschätzt werden.

Ich selbst bin in dieser Sache unentschieden. Während der Kopf durchaus anerkennen kann, dass der VfB aktuell in vielen Punkten sehr gut dasteht und die „VfB-Familie“ zu einem großen Teil eine Einheit bilden, so sagt das Herz, dass der Weg, den der VfB zum Beispiel in Bezug auf Fans und Mitglieder eingeschlagen hat, nicht vorbehaltslos der ist, den ich persönlich richtig finde.

Eingetragener Verein vs. Aktiengesellschaft

Das bisher größte Einzelprojekt von Wolfgang Dietrich war die Ausgliederung, die schon über Jahre diskutiert, immer mal wieder angegangen aber bis zu jener denkwürdigen außerordentlichen Mitgliederversammlung am 01.06.2017 nie vollendet wurde. Nun kann man zu dieser Ausgliederung stehen wie man will, dass dieses Thema jetzt vom Tisch ist muss nicht nachteilig sein. Und wenn man das ganz neutral betrachten will, dann hat das Team unter Führung von Wolfgang Dietrich sehr vieles richtig gemacht. Das Marketing hat ganz offensichtlich funktioniert, es wurde eine für viele nachvollziehbare Story gesponnen und auch die außerordentliche Mitgliederversammlung an sich war dann wohl gut orchestriert. Dass man für jeden der genannten Punkte auch sehr einfach viele Gegenargumente finden kann, ist völlig klar, soll aber an dieser Stelle nicht nochmal thematisiert werden.

Positiv hingegen sind die zuletzt getroffenen Äußerungen zu „50+1“ zu sehen. Nachdem es hier zu lange keine konkreten Aussagen gab und man sich immer darauf zurückgezogen hat, dass es hier ja einen Beschluss der Mitglieder gäbe und bei weiteren zu verkaufenden Anteilen neue abgestimmt werden müsse, hat Wolfgang Dietrich nun auf einer Veranstaltung für die OFC klar formuliert, dass er für die Erhaltung von 50+1 ist. Ich hoffe nur, dass dies nicht nur seine Privatmeinung ist, sondern in dieser Linie dann so auch vom Verein in den relevanten Gremien vertreten wird. Interessant ist hier allerdings, dass es meines Wissens nach weiterhin keine offizielle Aussage des Vereins gibt. Wann kommt die, VfB?

Der VfB wird als AG nun auch als solche geführt, also wie ein Unternehmen. Das hat manch positive Auswirkung (die Professionalisierung ist in einigen Bereichen spürbar), es gibt aber auch gegenteilige Folgeerscheinungen. Besonders negativ sticht hier für mich der Bereich „Marketing“ hervor.

Grundsätzlich ist es schon so, dass die Mitglieder und Fans des VfB zunehmend nur noch als Kunden gesehen werden, die vor allem Geldquelle sind. Das ist nicht nur schade, sondern treibt manche Menschen auch zunehmend vom VfB weg. Der letzte Tiefpunkt war meiner Meinung nach die Vereinnahmung der traditionellen „Karawane Cannstatt“, die der VfB zum Anlass genommen hat, auf Instagram mit einem Bild von der Karawane Werbung für diverse Fan-Artikel zu machen. Nicht falsch verstehen: Ich verstehe vollkommen, dass der VfB auch auf diese Einnahmen angewiesen ist und dementsprechend auch Marketing betreibt. Leider geht aber zunehmend das Fingerspitzengefühl für die richtige Dosierung dieser Maßnahmen verloren. Hier wäre ich dem Präsidenten sehr verbunden, wenn er da die Zuständigen mal wieder einfangen würde! Wenn ich mir dann aber den schon in der letzten Nachspielzeit thematisierten Wahn nach immer mehr Mitgliedern sehe, habe ich leider wenig Hoffnung. Fußball ist ein emotionales Produkt und diese Emotionen können durchaus als Vehikel auch für das Marketing dienen. Wenn man aber da Gefühl hat, dass es wirklich nur noch ein Mittel zum Zweck ist, dann läuft für mein (romantisches) Empfinden etwas gewaltig falsch.

 

Vom Absteiger zum Aufsteiger

Sportlich ist die Entwicklung momentan umstritten noch offen, zumindest die letzte Saison konnte mit einer tollen Rückrunde auf einem Tabellenplatz abgeschlossen werden, mit dem nicht unbedingt zu rechnen gewesen war. Auf dem Weg dahin gab es aber schon einige Unwuchten.

Bis heute ist nicht wirklich klar, warum sich der VfB von seinem Sportvorstand Jan Schindelmeiser getrennt hat. So kann nur spekuliert werden, die Zusammenarbeit zwischen Dietrich und Schindelmeiser soll aber schwierig gewesen sein und man kann sich schon fragen, wer der beiden welchen Anteil daran hatte. Pikant ist auch der Eindruck, dass Schindelmeiser noch als eloquente Galionsfigur für die Ausgliederung genutzt wurde um ihn dann eben kurz darauf zu entlassen. Insgesamt kein gutes Bild, dass der Verein/die AG zusammen mit Dietrich abgegeben haben. Verpflichtet wurden dann in Michael Reschke ein Experte aus der zweiten Reihe, der durchaus Anlaufschwierigkeiten mit dem schwäbischen Publikum hatte. Mittlerweile haben die sich weitestgehend gegeben und rein fachlich scheint Reschke einen sehr guten Job zu machen. Den Kader für die kommende Saison zu früh zusammen zu haben ist beachtlich, nun müssen die verpflichteten Spieler das in sie gesetzte Vertrauen noch mit Leistung auf dem Platz zurückzahlen. Insgesamt also eine durchaus positive Personalentscheidung, die da unter dem Vorsitz von Wolfgang Dietrich getroffen wurde.

Für noch mehr Wirbel hat dann Anfang diesen Jahres die Entlassung von Hannes Wolf und die Verpflichtung von Tayfun Korkut gesorgt. Während der erste für viele (nicht alle) DAS Gesicht des neuen VfB war, war letzterer ein mäßig erfolgreicher Trainer ohne „Track-Record“ (was so natürlich auch nicht so ganz stimmt!).

Hannes Wolf hatte mit seiner Mannschaft den direkten Wiederaufstieg aus der 2. Bundesliga geschafft und sich schon alleine damit seinen Platz in den Annalen des VfB verdient. Zudem ist er als Person sehr sympathisch und erfrischend. Sportlich war er allerdings im Verlauf der Hinrunde 2017/2018 zunehmend in unruhigeres Fahrwasser geraten, dass zum Ende hin in einer Serie von Niederlagen mündete. Nach dem wirklich schlechten Spiel gegen Schalke hat Hannes Wolf dann quasi die Vertrauensfrage gestellt und seine Chefs von dem Versprechen einer Jobgarantie entbunden. Der weiter Fortgang ist bekannt, Hannes Wolf wurde entlassen und kurz darauf Tayfun Korkut als neuer Trainer vorgestellt. Auch hier bin ich nach vielen Monaten immer noch nicht so wirklich einverstanden, wie diese ganze Sache vor allem in Richtung von Hannes Wolf abgewickelt wurde. Hätte man nicht erst mal versuchen sollen das Problem zu lösen, statt die Gelegenheit beim Schopfe zu ergreifen die Entlassung durchzuziehen? Erneut kein gutes Bild.

Korkut als Trainer zu verpflichten hat sich im Nachhinein, das muss man anerkennend sagen, zumindest für die Rückrunde 2017/2018 und den Klassenerhalt als sehr gute Entscheidung erwiesen. Eine solche Rückrunde hätte dem VfB sicherlich niemand zugetraut, der Trainer scheint also für diesen Zeitpunkt die richtigen Knöpfe gefunden zu haben. Hier muss man also den Herren Dietrich und Reschke zu dieser Entscheidung unumwunden gratulieren. Hoffen wir mal, dass auf der Position des Chef-Trainers nun Kontinuität einzieht und man sich nicht wieder im Herbst/Winter umsehen muss. Die ersten drei Pflichtspiele zeigen aber, dass da tatsächlich noch sehr viel Arbeit auf den VfB zukommt …

Kontinuität ist übrigens auch das Stichwort, dass Wolfgang Dietrich in Bezug auf die restliche Führungsmannschaft des VfB umtreibt. Mittlerweile wurden alle Verträge verlängert (Heim, Röttgermann) oder abgewandelt (Reschke, Ausstiegsklausel von Seiten der AG gestrichen), dass für die nächsten Jahre vorgesorgt sein sollte. Ein durchaus wichtiges Signal in alle Richtungen, um nach Jahren der dauernden Veränderung mehr Sicherheit in den VfB zu bringen.

Gesellschaft und Politik

Hat Politik etwas im Sport zu suchen? Welche Aufgaben kann der Fußball in der Gesellschaft übernehmen? Und welche nicht? Passt das überhaupt zusammen?

Fragen, über die zwar schon lange, in letzter Zeit aber wieder deutlich intensiver diskutiert werden. Auch hier habe ich in der Vergangenheit meine Meinung schon deutlich geäußert, wonach der VfB in meinen Augen als größter Sportverein (mit angeschlossener AG) in Baden-Württemberg durchaus eine gesellschaftliche Relevanz und damit auch Verpflichtungen hat. Ich finde eben NICHT, dass Sport, Politik und Gesellschaft komplett getrennte Themen sind. Vielmehr muss sich der Sport seiner Relevanz bewusst sein und diese im Sinne einer demokratisch aufgebauten Gesellschaft einsetzen. Und ob man will oder nicht, die Politik wird auch in das Stadion und vielleicht auch den Verein reingetragen werden.

Der VfB hält sich hier aber komplett zurück und geht sogar soweit, auf Fotos von einer Veranstaltung in der Mercedes-Benz-Arena ein „FCK AFD“ mit einem Bildbearbeitungsprogramm zu entfernen. Das ist etwas, was ich persönlich nicht verstehen kann und definitiv verurteile („Fuck AfD“ übrigens!!). Da ich davon ausgehe, dass dies im Verein auch von „ganz oben“ gesteuert wird und es hier Richtlinien gibt, muss ich das auch Wolfgang Dietrich ankreiden. Dazu kommt dann noch die sehr „unglückliche“ Geschichte des Fotos von Wolfgang Dietrich mit einem Anwalt und Vertreter AfD. Ich will Dietrich an dieser Stelle sicherlich keine rechten Tendenzen oder Umtriebe unterstellen. Ihm als Medienprofi darf so etwas aber einfach nicht passieren. Auch die zur Schau gestellte Naivität („Der ist halt mein Nachbar in Südafrika, habe mir nichts dabei gedacht.“) ist absolut unglaubwürdig und beschädigt das Bild vom Präsidenten (und damit auch vom VfB).

Ich weiß, dieser Themenkomplex ist heiß diskutiert und es sieht nicht so auch, als würde man hier in absehbarer Zeit zu einer Lösung kommen. Und ich gehe auch davon aus, dass viele Leser hier nicht meiner Meinung sein werden (was ja auch nicht sein muss). Ich fordere den VfB aber weiterhin dazu auf, insbesondere in Bezug auf die gesellschaftlichen Herausforderungen eindeutiger zu agieren und Flagge zu zeigen! Insbesondere die Ereignisse in den letzten Tagen und Wochen (z.B. in Chemnitz) lassen hier in meinen Augen keine andere Wahl.

Mein Fazit

Die Teilnehmer der Umfrage haben eine klare Präferenz, ich bin unentschlossen. Wie oben schon gesagt: Der Kopf sagt „Ja“, das Herz tut sich allerdings sehr schwer. Der sportliche Erfolg der vergangenen Saison (mal schauen wie es in der neuen Saison läuft) überlagert für mich nicht die Probleme, die es beim VfB Stuttgart weiterhin gibt. Bei den Themen, die mir persönlich neben dem Sport auch wichtig sind, sehe ich keine wirkliche Entwicklung in die „richtige“ Richtung. Von daher bleibt, wenn man es positiv formulieren will, noch sehr viel zu tun, das Wolfgang Dietrich anschieben muss. Ich bin mir aber nicht in allen Punkten sicher, dass dies tatsächlich auch so auf der Agenda des Präsidenten steht. Daher bleibt für mich die Erkenntnis, den VfB und die handelnden Personen auch in Zukunft aufmerksam und kritisch zu begleiten.

Wie ist Eure Meinung?