Wind of Change

Alle, die jetzt gegen die Mannschaft, das Präsidium und/oder die Vorstände schießen erweisen dem Club einen Bärendienst und verschärfen die aktuell brisante Situation nur noch weiter. Jetzt müssen alle zusammenstehen und gemeinsam für den Verein kämpfen, also die Füße stillhalten und die Verantwortlichen in Ruhe arbeiten und alles für den Klassenerhalt tun lassen.

So oder so ähnlich hört man es immer wieder von Clubs, die in Abstiegsnot geraten und mit einem zunehmend unruhigen Umfeld zu tun haben. Auch der VfB bekommt zunehmend stärker den Gegenwind zu spüren und ich sage: GUT SO! Mag die sportliche Situation so sein wie sie derzeit ist, so ist es doch auch klar, dass beim VfB (mal wieder) Veränderungen notwendig sind. Und die müssen jetzt angestoßen und nicht auf später vertragt werden.

Sicherlich ist es so, dass die Stimmung im Verein und im Umfeld auch Auswirkung auf die Mannschaft und deren Spiel haben kann. Thomas Broich hat dies zum Beispiel im Tribünengespräch beim Rasenfunk deutlich formuliert und insbesondere darauf hingewiesen, welchen Effekt die fehlende Unterstützung oder gar Beschimpfung der eigenen Fans hat. Ich würde aber sagen, dass man den Fans (und insbesondere der Kurve) hier keinen Vorwurf machen kann. Ja, es gab im Spiel gegen Freiburg Pfiffe, dennoch erfährt die Mannschaft trotz fortgesetzter Minderleistung immer noch tollen Support. Und hoffentlich wird es trotz der andauernden schlechten Phase noch lange so bleiben, auch wenn diese gewaltig an der Motivation von uns Fans zehrt. (Update: Nach dem Spiel in Düsseldorf vergeht auch mir jegliche Lust am Stadionbesuch.)

Bild via vfb-bilder.de / Fotograf: Felix

Die Stimme erheben muss man aber gegen die handelnden Personen und Gremien in Verein und Club. Sie schaden dem Verein auf die ein oder andere Weise JETZT und dürfen das nicht länger unwidersprochen tun.

Der VfB befindet sich mittlerweile dermaßen in Auflösung, dass jeden Tag neue Informationen bekannt werden, über die mann nur noch beschämt den Kopf schütteln kann. Sei es ein Präsident und Vorstandsvorsitzender, der es sich nicht nehmen lassen, auf unterstem Niveau gegen einen ehemaligen Sportvorstand nachzutretend. Sei es ein Aufsichtsrat, der in einem cholerischen Anfall einen Kollegen angeht oder die sportliche Führung, die zwar kein Konzept aber umso mehr einen Hang zur Beugung der Wahrheit erkennen lässt. Natürlich ist auch der Trainer mittlerweile angezählt, die diskutierten Alternativen rufen zumindest bei mir aber auch keine Jubelstürme hervor. Alles in allem hat der Club mit dem Brustring mal wieder ein Stadium erreicht, in dem es so wie bisher auf keinen Fall weitergehen kann. Wo sich viele Dinge ändern müssen und das möglichst schnell. Ich spreche hier zum Beispiel über eine bessere Verankerung von Kontrollen in den Gremien und eine Abschaffung der Ämterhäufung oder über eine neu breiter aufgestellte sportliche Führung. Offensichtlich ist das aktuelle Modell beim VfB gescheitert und muss dringend korrigiert werden.

All dies muss sofort angegangen werden. Es darf kein Verstecken hinter Durchhalteparolen geben (siehe den Facebook-Post von Timo Hildebrand unten). Denn wie auch immer die Saison endet, erst dann Veränderungen anzustoßen ist viel zu spät!

Screenshot via Facebook-Seite von Timo Hildebrand

Ich möchte Euch nicht ohne dies mit einem Augenzwinkern entlassen:

I follow the Neckar
Down to Neckarpark
Hoping of a wind of change
A Februar winter night
VfB-Fans passing by
Hoping for a wind of change

The relegations´ closing in
Did you ever think
That we could be so low, like Nürnberg
The uncertain future’s in the air
I can feel it everywhere
Please come here you wind of change

Take me to the magic of the moment
On a glory day
Where
we children of tomorrow dream away
In the wind of change